Rezepte: Ketschup

Selbstgemachter (Tomaten-Curry)-Ketchup

nachdem ich schon so viele Tomaten ernten konnte, mache ich heute einen Vorrat an Ketchup selber, weil ich dann weiß, welche Zutaten darin enthalten sind; weil es lecker ist und weil ich den Ketchup nach meinem Geschmack variieren kann.
tomaten
Ich gehe dabei in der Regel von einem Grundrezept aus und verwende weitere Zutaten nach Lust, momentaner Laune und dem, was der Garten oder die Küche gerade so hergeben.
Als erstes gehe ich in den Garten und hole mir frische Kräuter – Lorbeerblätter, Majoran, Estragon, Bohnenkraut, Thymian, Basilikum, Rosmarin… alles nach Belieben (Kräuter kann man auch gut auf der Fensterbank oder auf dem Balkon ziehen)

Zutaten

1 oder 2 Zwiebeln 2 Knoblauchzehen
frische Kräuter nach Wahl 1 bis 2 Lorbeerblätter
Nelken, Wachholderbeeren, Piment, Zimt, Senfkörner, Schabzigerklee, Galant
Kurkuma, Ingwer, Curryblätter, Kardamom, Chillie und Paprika (frisch oder Pulver) viele Tomaten
Pfeffer Himalayer Salz oder Salz-Sole
                              nach Geschmack: Apfelessig oder Traubenessig
nach belieben (3 EL) Birkenzucker oder Apfeldicksaft oder Honig oder Jaggery (indischer Vollwertzucker) oder Kokosblütenzucker

Tomaten enthalten im unreifen Zustand (grüne Farbe) das giftige Alkaloid Solanin. Dieses Naturgift ist hitzebeständig und steckt in allen Nachtschattengewächsen (z. B. auch in Kartoffeln).

Schon 25 Milligramm Solanin können sich in Kopf-, Bauchschmerzen und Darmleiden bemerkbar machen und in einigen Fällen können Sehstörungen auftreten.

Eine Menge von mehr als 400 Milligramm würde der Körper nicht verkraften, jedoch enthalten selbst rundum grüne und somit unreifen Tomaten lediglich einen Solaningehalt bis zu 32 Milligramm auf 100 Gramm Fruchtfleisch.

Zubereitung

Die roten und sonnengereiften Tomaten des Sommers (nachgereifte Tomaten außerhalb der Saison sollte man nicht verwenden) schneide ich in Hälften oder Viertel und entferne die grünen Stielansätze.
Die Zwiebeln, Knoblauch schälen, würfeln; Paprika und Chillies Säubern (wenn frische verwendet werden, kleinschneiden sowie Kurkuma und Ingwer  schälen.
Den größeren Teil der Tomaten sowie Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Chillie in einen großen Topf geben und zum Kochen bringen, dann auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen.
Zwischenzeitlich die restlichen Tomatenstücke in einen Hochleistungsmixer geben und die weiteren Zutaten (außer Zucker, Essig und Pfeffer) dazu geben. Wenn man den Hochleistungsmixer verwendet, kann man ganze Nelken, Körner der verschiedenen Gewürze und auch ein Stück Zimtstange verwenden – ebenso kann man die Kräuter und Blätter vollständig verwenden ohne später noch große Stücke entfernen zu müssen.
Nach dem Mixen diese flüssige Gewürzmasse mit in den Topf geben, umrühren und auf kleiner Flamme mindestens eine Stunde weiter reduzieren lassen.

Danch alles so fein pürieren oder durch ein Sieb passieren wie man es mag (noch mit einigen Stückchen oder sehr fein).  Danach mit dem gewählten Zucker und Essig abschmecken, nach Bedarf mit Salz und Chillie noch etwas nachwürzen und alles noch etwas weiter köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (man kann es auch gleich etwas flüssiger lassen und als Tomatensoße – z. B. zu Nudeln verwenden). Ganz zum Schluss noch etwas schwarzen Pfeffer aus der Mühle einstreuen (Pfeffer ist nicht sehr hitzebeständig). Die heiße Masse in saubere Gläser füllen, entweder übliche Einweckgläser mit Weckgummi oder ich nehme ganz einfache Einweckgläser mit Deckel – gut verschließen und für fünf Minuten auf den Kopf stellen, damit ein Vakuum am Deckel entsteht. Anschließend wieder umdrehen und erkalten lassen.

Der oder das Ketchup (bei Ketchup sind beide Artikel zugelassen) ist gesund, schmeckt zu vielen Gerichten und er hält sich etwa ein Jahr. Alle selbsteingekochten Vorräte sollten zwichendurch überprüft werden, ob sie wirklich haltbar geworden sind.

Ketschup-2017

…jemand Lust auf Mittagessen??? 🙂

 

noch ein Wort zu Kurkuma…

Ich selbst verwende Kurkuma in der Küche sehr großzügig, gerne und häufig. Im Bioladen kann man auch frischen Kurkuma erwerben, ansonsten gibt es den in Pulverform. Im Internet gibt es sehr viel Literatur zu den gesundheitsfördernden Wirkungen von Kurkuma. Diese Wirkung im Kurkuma verstärkt sich durch die Verwendung von frischem, schwarzen Pfeffer.

10 Gedanken zu “Rezepte: Ketschup

    1. … lach, lach, liebe Ingrid, JA, echt lecker UND gesund!!!!

      …ganz nach dem Motto von „Freund – Blase“ … es gibt Kurkurma, WO ist mein großer Löffel????…
      … ob ihr Freund Blase aus der Kindheit wohl kennt??? Schon uralt aber irgendwie süß! 😉

      Meine 1. Erfahrung mit frischem Kurkurma war interessante Nebenwirkung…. GELBE Hände usw, die etwas länger intensiv waren lach, lach… aber SEEEEHR lecker!!! … also ICH nehme seither nun lieber´s einen Schutz für die Hände! 😉 … setze das Gewürz auch seeeehr großzügig aus genau den guten Gründen des SEEEHR gesunden ein! ;-)…

      Also liebe Emmy, JA, Lust auf Mitessen bekommen!!! 😉
      DANKE für´s Teilen!

      Guten Appetit und ein schönes Wochenende euch ALLEN!
      Herzensgrüße
      Elke
      ❤❤❤

      Gefällt 3 Personen

      1. …oh – das habe ich vergessen zu erwähnen… grins. Bei frischem Kurkuma sollte man besser einfache Handschuhe überziehen – das habe ich mir bei Knoblauch auch angewöhnt und wenn ich eh schon die Einmal-Handschuh übergezogen habe, dann schneide ich auch gleich die Zwiebeln damit…

        Das Video von Freund Blase schaue ich mir gleich noch an – aber komisch – ich kenne den gar nicht…

        LG
        Emmy

        Gefällt 2 Personen

        1. oje… Bastschuh ist erkältet… grins… und dann kokelt er auch noch an…

          …und sooooo viele Abenteuer, um endlich den süßen Brei zu genießen… aber dass sie dazu drei Bäume fällen mussten…

          …Lach – den "großen Löffel" (oder Gabel) von Ingrid habe ich auch erst etwas später entdeckt… wie passend

          Gefällt 3 Personen

      2. Hallo liebe Elke ❤ , Hallo ihr Lieben ❤

        der Zeichentrickfilm ist echt lustig! Die '3 Freunde' kenne ich gar nicht als ich noch ein Kind war, gab es diese Filme scheinbar noch nicht *GRINS* Wo ist mein großer Löffel!!! *LACH* & *FREU* ja genauso wie mein 'Löffel' oben HI HI HI

        Ja, ich mußte auch automatisch an INGWER meine nächste 'große Liebe' denken, als du, liebe Emmy ❤ den Kurkuma erwähnt hast! *LACH*

        Apropo: über Ingwer steht auch jede Menge Info auf der Seite u. n. v. m.

        https://bewusst-vegan-froh.de/ingwer-ist-1000-mal-staerker-als-chemotherapie-und-laesst-gesunde-zellen-in-frieden/

        Liebe Herzensgrüße Ingrid ⭐
        ICH BIN DAS LICHT! ❤ ❤ ❤

        Gefällt 1 Person

    2. Danke auch dir für den Link, liebe Ingrid,

      da ich so intensiv Kurkuma erwähnt habe, könnte man beinahe in einem Atemzug auch noch den Ingwer nennen… grins – beides sehr gesund und wärmend – also vor allem auch im Winter zu empfehlen. Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich einige Gewürze noch intensiver vorstelle – aber irgendwann wollte ich ja auch noch anfangen mit dem Einkochen… grins.
      Ja – mir macht das Kochen – vor allem mit s. g. Austauschprodukten zu den üblichen „Lebensmitteln“ auch sehr viel Spaß. Doch normalerweise schmeckt es bei mir immer unterschiedlich, weil ich eben immer schaue, was gerade in Küche und Garten vorhanden ist und nicht unbedingt, was ein Rezept vorschreibt…
      LG
      Emmy

      Gefällt 3 Personen

      1. … liebe Emmy,

        … ich mußte gerade schmunzeln, als du den Ingwer noch erwähnt hast!… bei meinem Kommentar habe ich anfangs auch INGWER, statt Kurkurma geschrieben… es aber doch noch bemerkt! … SO dicht gehören die beiden wohl echt zusammen und SIND doch JEDE EINZELN etwas BESONDERES!!!! 😉

        Ich bin z.Zt auf einem kleinen Leinöl-Trip! 😉 … find ich auch SO was von lecker und gesund, besonders natürlich, wenn das Öl GAAANZ frisch gepresst ist! … Wir besorgen es uns immer aus der Kanow-Mühle im Spreewald… Meist lassen wir es uns schicken, waren aber auch schon mal vor Ort um uns selbst mal dort umzuschauen!

        http://blog.kanow-muehle.de/

        Vielleicht auch mal was zum Stöbern!

        INTERESSANTER Weise habe ich auch mal bei Bewußt vegan (dem Link von Ingird) Leinöl eingegeben, grins, grins und da kam als erstes:
        „Schock für die Pharmaindustrie: Die heilige Pflanze Kurkurma kann mindestens 10 Medikamente überflüssig machen…“

        https://bewusst-vegan-froh.de/?s=Lein%C3%B6l

        Diese Seite ist sowieso sehr zu empfehlen… lese ich auch öfter mal nach!

        DANKE, liebe Ingrid noch mal für die Erinnerung! 🙂

        Deine Idee Gewürze usw. vorzustellen ist toll, liebe Emmy… und so wie du, probiere ich auch aus WAS ist da… und WAS mache ich JETZT daraus! … mein lieber Mann sagt dann immer… hast du wieder was leckeres geszaubert! … Kochbuch??? … nicht wirklich… auch DAS sind immer „Empfehlungen“… „Angebote“ … und es macht einfach FREUDE SELBER auszuprobieren… in JEDER Hinsicht! 😉

        Na dann… fröhliches „Kochen“ oder was auch immer … 😉

        Herzensgrüße in den Samstag
        Elke
        ❤❤❤

        Gefällt 2 Personen

        1. Ihr Liebe,

          Tomaten ist nicht so meine Sache, erst seit ein paar Jahren esse ich Tomaten, aber nur die Datteltomaten falls ihr sie kennt, die sind echt lecker aber für ein Ketchup reichen sie nicht. Ich esse sie immer frisch vom Strauch.
          Kurcuma kenne ich, verwende ich auch, aber als Pulver. Ich esse gerne Curry’s und Kurcuma gibt ja dem Curry seine gelbe Farbe. Was ich aber frisch aus dem Garten nehme und zwar für alles mögliche ist Currykraut. Das gebe ich immer zu einem Bouquet garni dazu und das kommt fast überall rein. Zitronenthymian, Currykraut, Liebstöckel, Petersilie, Rosmarin und je nachdem Melisse. Das Currykraut ist natürlich viel milder als das Pulver und ist glaub ich nicht mit den Curryblättern verwandt.
          Ich werde mal versuchen das zu fotografieren und wenn es für dich Ok ist liebe Emmy, es dir per Mail schicken.
          Übrigens, Leinöl verwende ich auch gerne, einfach nach dem Anrichten etwas über das Essen träufeln, sehr gut.
          Bei uns in Österreich gibt es das Kürbiskernöl, es wird ja in der Steiermark erzeugt und das ist, abgesehen davon, dass es aussieht wie Schmieröl, „saulecker“.
          Mhhhhh jetzt hab ich mir echt einen Gusto „geschrieben“.

          LG Sophie

          Gefällt 2 Personen

          1. Liebe Sophie,

            … das mit dem Kürbiskernöl find ich auch total lecker! 😉 … Wir hatten gestern eine kurzen Besuch aus Müchen und ich hatte selbst bereitetes Eis angeboten… darüber etwas Kürbiskernöl!!! … hatten sie uns in der Kanow – Mühle empfohlen mal zu probieren… fanden wir auch „saulecker“! 😉 …. unser Besuch meinte, die Öle, die er kennt, kommen aus der Steiermark! 😉 …
            Mit deinen vielen Kräutern ist toll!…
            Das genießen wir auch aus unserem Gärtchen… man nehme, was man hat und das ist immer frisch! 🙂

            Herzensgrüße nach Österreich!
            … geht grad runter wie Öl, lach, lach!

            Alles Liebe
            Elke
            ❤❤❤

            Liken

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