Susan ~ spiritimalltag ~ Eine leckere Charme-Offensive

Gerade gestern erst hatten wir an dieser Stelle das erste Mal von Elena, der liebenswertin Rumänin gehört… und du liebe Susan, schriebst in diesem Beitrag, du hattest bereits schon einmal über eure kleine „Suppenstammtisch-Runde“ berichtet… Meist lese ich ja die Beiträge bei dir…. doch dieser hier, er ist mir dann wohl doch „durchgerutsch“ 😉 … wie schön – und DANKE liebe Susan – du hast den Link der „leckeren Charme-Offensive“ in einem deiner Kommentare mit eingestellt…

Sehr gerne möchte ich auch dieses so schöne Erlebnis hier auf unserem Blog an euch weiterreichen… beim Lesen, liebe Susan, sah ich wahrlich die liebe Elena, als fröhlichen Wirbelwind, wieder direkt vor meinen Augen… 😊 … so herzerwärmend kann ein Wirbelwind sein… 😉 … sich füreinander öffnen… wie leicht dies sein kann und ist… gehen wir weiter aufeinander zu… egal aus welcher Richtung jeder Einzelne von uns kommt… Letztlich sind wir ALLES EINE große Familie…

Ich wünsche euch ALLEN ein schönes Wochenende… und wundervolle Menschen – wie Elena – an eurer Seite…

In LIEBE

Elke 💗

Alle Leser dieses Blogs möchten wir  – bei allen hier zur Verfügung gestellten Beiträge bitten – im Vorfeld auch die Hinweise aus dem Impressum zu beachten! Vielen Dank! 

Ps… ich habe sogar ein Bild von rumänischer Krautwickeln gefunden… 😉


 Bildquelle: Monica Petrica-Kozlowski


Eine leckere Charme-Offensive

Der Donnerstag ist Café-Tag. Im kleinen Café gegenüber der Bibliothek versammeln sich die unterschiedlichsten Menschen zur kleinen Mittagspause. Eigentlich ist es ja ein Café mit leckeren selbstgemachten Konditorwaren und ohne Mittagstisch. Aber Veronika, die Chefin, bewirtet uns einmal wöchentlich sehr kreativ mit einer warmen Mahlzeit: meist eine Suppe oder Kartoffelsalat mit Würstchen, mal ein Auflauf, mal eine kreative Nudelpfanne oder Milchreis mit übergefüllten Kirschen. Irgendetwas hat sie immer für uns gezaubert. Und wenn sie mal keine Zeit hat oder das ganze Café um diese Zeit für eine Familienfeier gebucht ist, dann können wir uns wenigstens belegte Brötchen abholen, damit wir nicht verhungern.

Vor einer Woche saß Veronika ernst an unserem Stammtisch, als ich dazukam. Ich ahnte nichts Gutes. Veronika erzählte uns, dass ihr eine sehr heikle OP bevorstand und sie mindestens zehn Tage im Krankenhaus sein wird. Wir wünschten ihr viel Glück und mussten das erstmal, zusammen mit der leckeren Soljanka, verdauen.“Ja, was machen wir denn nun?“, fragte Elena ratlos. Wir? 🙂 Das war neu. Wenn das Café mal geschlossen war, hatte jeder sich allein irgendwie über die Runden geholfen. Aber seit kurzem haben wir ein „Wir-Gefühl“ entwickelt.

An unserem neuen Zusammenhalt ist Elena nicht ganz unschuldig. Sie fegt immer rein wie ein Wirbelwind, 🙂 strahlt Freude, Herzlichkeit und Lebenslust aus und umarmt jeden, der ihr in die Quere kommt. Elena kam vor über zwanzig Jahren aus Rumänien nach Deutschland und arbeitet jetzt seit einigen Monaten in meinem kleinen Arbeitsort. Sie geht mit offenen Augen durch die Stadt und immer auf die Menschen zu. Bei mir schneite sie im Frühjahr rein und fragte, wann die große Kirche der Stadt offen ist. Sie wollte alles kennenlernen. In unserer Donnerstags-Runde krempelte sie wie ein Wirbelwind alles um. Bisher saßen wir in kleinen Grüppchen oder auch mal allein an kleinen Tischen. Als ich vor einigen Wochen aus dem Urlaub kam, saßen plötzlich alle zusammen an einem Tisch und unterhielten sich lebhaft. Und alle waren nach jahrelangem „steif norddeutschen“ Siezen plötzlich beim Du gelandet. 🙂 Nicht jeder kam da gleich mit. Meine stets überarbeitete Tisch- und Büronachbarin, die in der Pause mal einfach einige ruhige Minuten haben will, saß mitten in der Runde und schaute etwas gequält drein. Ihr war es wohl zuviel Trubel. Elena war immer in action und wollte über alle Häuser der Stadt etwas wissen. Als ich ihr mal etwas über die glitzernde Fassade eines Gutshauses erzählte, war sie sofort Feuer und Flamme. „Wir treffen uns mal an einem Wochenende und machen einen Ausflug. Und du führst uns! Und ich bringe eine Freundin mit und wir wollen noch viel mehr Schlösser und Gutshäuser kennenlernen! Veronika kommt auch mit.“

Veronika war aber nun erstmal mit ihrer Heilung beschäftigt. „Was machen wir denn nun?“ Elena ließ nicht locker. Irgendwann an den vorigen Donnerstagen hatte uns Elena etwas über rumänisches Essen erzählt und uns versprochen, eines Tages mal etwas für uns zu kochen. Da nahm ich sie doch glatt beim Wort: „Du könntest doch Polenta kochen und wir treffen uns zum Essen bei mir in der Bibliothek? Eine Stunde ist Mittagsschließzeit, Ein Tisch zum Essen ist da, zusammengesuchtes Geschirr auch und Trinken spendiere ich“. Elena war sofort begeistert.

Der letzte Donnerstag war sowieso schon etwas turbulent, denn am ersten wirklich nebligen Herbsttag fiel allen ein, dass sie doch mal wieder spannende Lektüre brauchen. Meine beiden ehrenamtlichen Mädels und ich hatten voll zu tun. Ich konnte sogar seit langem mal wieder spontan mein Englisch einsetzen, denn Gäste aus Dänemark erkundigten sich über ihren Vorfahr, der Prediger in unserer Kleinstadt gewesen war. Ich hatte die ganze Woche nichts von der Café-Suppenrunde gehört und zweifelte schon, ob wirklich alle kommen würden oder ob es überhaupt bei dieser Verabredung bleibt. Aber plötzlich stand Elena in der Tür mit einem großen Topf in der Hand. Hinter ihr stand ihre Freundin, ebenfalls mit einem großen Topf in der Hand. Und so nach und nach kamen unsere Mittagspausen-Gefährten und der Tisch füllte sich. Es gab keine Polenta. Elena hatte eine Art rumänischer Kohlrouladen gekocht, mit Reis gefüllt. Stundenlang muss dieses Gericht ganz sachte vor sich hin köcheln, damit der Kohl beim Essen auf der Zunge zergeht. Total lecker!!! Es war richtig gemütlich an der improvisierten Tafel und selbst meine sonst so gestresste Tischgefährtin strahlte. Sie war es auch, die sich trotz aller meiner Proteste in die Küchenecke verzog und den Abwasch erledigte, während Elena und ihre Freundin den Bücherflohmarkt durchstöberten, der gerade in der Bibliothek aufgebaut war. „Danke für deine Bewirtung!“, verabschiedeten sich die Gäste. „Wieso, ich habe doch nichts gemacht! Danke dir, Elena!!!  ❤  Manchmal braucht es solche charmanten Wirbelwinde wie sie, um einfach mal die Routine durcheinander wirbeln zu lassen und alles etwas lockerer (und leckerer) zu gestalten. 🙂

Der Caféwirtin geht es übrigens schon viel besser, also können wir uns bald wieder über den nächsten Suppenstammtisch im Café freuen.

4 Gedanken zu “Susan ~ spiritimalltag ~ Eine leckere Charme-Offensive

  1. Danke allen lieben Herzen…
    Das auch liebevolle wirbelwinde viel neuerung bringen.
    Wenn Herzen im sturm erobern.
    Verstaubtes respektvoll weg wischen
    Und glanz und Leichtigkeit ins „wir“ bringt..
    In Liebe
    Von Herz zu Herz 💞
    Bi💐

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Elke,
    ❤ lichen Dank für`Extra-Einstellen!!! Ich hatte erst überlegt, ob ich den ganzen Beitrag in einen Kommentar kopiere, aber dafür schien er mir zu lang. Nun steht er hier gut lesbar und Elenas Leuchten zieht um die Welt.
    Übrigens vielen Dank auch für das Schieben der Sonnenstrahlen von der Havel an die Müritz. Das hat tatsächlich geholfen, ab mittags bis jetzt hatten wir Sonnenschein und konnten die Frühlingsblumen und das Vogelgezwitsher in vollen Zügen genießen! Was lehrt uns das? Wenn eine liebe Seele Sonnenstrahlen schickt, wird das vorhergesagte Mistwetter glatt in einen Sonnentag umgewandelt! 🙂
    Ganz liebe Grüße an Dich und ALLE von Susan

    Gefällt 2 Personen

    1. Wie schön… 🙂 Na, dann passt(e) doch wieder ALLES zusammen, liebe Susan… 🌞

      Einer für Alle… Alle für Einen…

      Bei uns im Garten haben wir heute die erste Ringelblume entdeckt…
      im Wald wuselten viele, viele Ameisen und begannen emsig ihr neues Domizil zu erschaffen…
      auch Marienkäfer wagten sich heraus… sonnten sich auf Moos und kleinen Steinen…

      Soviele scheinbare „Kleinigkeiten“ die einfach nur FREUDE bereiten…

      JEDES Lebewesen – welch ein Geschenk…

      Herzliche Grüße auch für dich, liebe Susan…

      Alles Liebe,

      Elke 💗

      Gefällt 1 Person

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